Escritoras y Pensadoras Europeas

Ilse Langner (1899 - 1987)

por Maria Evelina Santoro

Ilse Langner

Ilse Langner wurde in Breslau am 21.5.1899 als Tochter eines Oberstudiendirektors geboren. Schon mit 14 Jahren veröffentlichte sie ihren ersten Gedichtband. 1929 heiratete sie W. Siebert. Sie starb 1987.
Das Werk Ilse Langners ist vielseitig in seinen Merkmalen: Neue Sachlichkeit, Surrealismus, modern gesehene Behandlung antiker Motive bilden die Stufen der Entwicklung in surrealen Bühnendichtung kluge Distanz, im antiken Vorwurf sehr deutlich Zeitbezogenheit zu erkennen sind. Ihr gelingen in der schmalen lyrischen Produktion nur wenige Durchbrüche, dagegen einige Bühnenstücke, die bis heute Beachtung verdienen. 1929 erschien ihr erstes Drama 'Frau Emma kämpft im Hinterland', ein Antikriegsstück, durch das sie bekannt wurde. Es wurde am Berliner Theater unter den Linden uraufgeführt. Ihren größten Erfolg hatte sie mit dem Drama ‚Die Heilige aus USA’, das die Biographie der Gründerin der Christian Science-Bewegung, Mary Baker-Eddy, behandelt. Die Uraufführung durch Max Reinhardt 1931 am Theater am Kurfürstendamm brachte ihr weite Beachtung. Vor allem aber kommt der Prosa starke Bedeutung zu. Der China-Roman ‚Die purpurne Stadt’ (1937) ist ein kluger Beitrag über das Verhältnis des Weissen zum Fernen Osten. Ihr gelungenster Roman ist ‚Sonntagsausflug nach Chartres’ (1956), wo die Bindung zu Frankreich besonders stark scheint.
Aus weltbürgerlich empfundener Sorge um den Menschen unserer Zeit, vor allem um die Frau, kämpft Ilse Langner in ihren sozial-kritisch geprägten Werken gegen Nationalhass und Vorurteile. Gerade in ihrem Pazifismus hofft sie auf die Lebensstärke der Frau.

Obras

Dramen:
Frau Emma kämpft im Hinterland (1928)
Die Heilige aus USA (1931)
Amazonen (1933)
Klytämnestra (1937)
Die große Zauberin (1938)
Iphigenie kehrt heim (1948)

Romane:
Die purpurne Stadt (1937)
Sonntagsausflug nach Chartres (1956)

Gedichte:
Zwischen den Trümmern (1948)
Ewige Melodien (1949)

Bibliografía Crítica

-Birgitta M. Schulte: Ich möchte die Welt hinreißen ... Ein Porträt: Ilse Langner 1899 – 1987
-Stürzer, Anne: Dramatikerinnen und Zeitstücke. Ein vergessenes Kapitel der Theatergeschichte von der Weimarer Republik bis zu Nachkriegszeit. Verlag Metzler. Stuttgart und Weimar: 1993
-Kraft, Helga: Ein Haus aus Sprache. Dramatikerinnen und das andere Theater. Metzler Verlag. Stuttgart: 1996
-Melchert Monika: Die Frau, die erst kommen wird... Die Dramatikerin Ilse Langner. Eine Monographie, 2002

Enlaces de interés

Texto Representativo

[…] Agamennon: Paris’ Treubruch schändet alle Männer.
Ihn zu strafen, zogen wir zur Schlacht,
Furchtbar ward der Ehebruch gerächt.
Aegisth: Habt ihr Helena grausam getötet?
Agamennon: Wir bestraften sie durch Trojas Brand.
Aegisth: Sittsam führt ihr sie dem Gatten zu,
Und er züchtigt sie mit Liebeswut!
Agamennon: Seine Milde stimmt mich unzufrieden.
Ungetreue Frauen straft ich tiefer,
Doch der Feldzug richtet den Verführer!
Aegisth: Ja, ihr opfertet der eignen Rache
Eure Völker-und für Menelaos
Starben Griechen, Väter, junge Männer,
Deren Liebe nicht betrogen war!
Dieser Krieg, der sich gewaltig ausnahm.
Ist durch keinen blut’gen Zwang entschuldigt […]

(Klytämnestra, Dramen II, S. 142)

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